Freitag, 12. November 2010

Finanzen

Wer von euch auch gerne mal überwintern will in einem fernen Land (oder auch gar nicht so fern, Süditalien z.B. oder die südlichen Teile Frankreichs, Spaniens oder Portugals würden sich auch anbieten), der fragt sich wahrscheinlich, wie das mit der Finanzierung einer solchen Unternehmung aussieht.
Nun, in meinem Fall ist das trotz sehr geringem Einkommen (*hüstel*), eigentlich kein Problem. Einfach deswegen, weil ich mein ganzes Leben auf den halbnomadischen Stil eingestellt habe. Ich bin gerne in Deutschland, aber diese bürgerliche Form der Existenz in einer Wohnung oder Ähnlichem, befriedigt mich sowieso nur mangelhaft. Insofern ist es für mich kein Thema, einfach alle Zelte abzubrechen und ohne laufende Kosten der Sonne entgegen zu fahren.

Das Einzige, was immer irgendwie ein Thema darstellt, ist die "Kranken"versicherung.. Die ersten beiden Male, als ich für längere Zeit weg war, bestand für mich noch eine Familienversicherung, da musste ich mich um gar nichts kümmern (und war sogar privat versichert^^). Das letzte Mal sah es schon anders aus, ich schloss eine so genannte "Freiwilligenversicherung" ab, und zahlte meiner Kasse monatlich fast 150€, da läpperte sich echt was zusammen. Dies ist natürlich auch dieses Jahr wieder eine Option, ich glaube aber eine andere Möglichkeit gefunden  zu haben..(mysteriöses secret^^ ) Wie dem auch sei, soweit ich weiß sind die Kassen verpflichtet, einen wieder zu versichern, vorausgesetzt man war nicht länger als drei Monate ohne Versicherungsschutz. Im Extremfall bin ich also ein paar Wochen ohne Versicherung, was mich aber keineswegs abhält, schließlich passiert bekanntermaßen eh nur was, wenn man an das Unglück glaubt (Gesetz der Resonanz)! Na ja, einmal musste ich während der Überwinterung zum Zahnarzt, wäre ich nicht versichert gewesen, wäre ich auf ca.60€ Kosten sitzen geblieben. Dies ist ja auch gerade noch zu verkraften. Also wie gesagt, am besten man reist ohne laufende Kosten, das fühlt sich für mich am freisten an! Vor Ort lebts sich dann natürlich sehr gut, mit sehr wenig Ausgaben. Das bisschen Essen und Tabak, ich habe schon viele Leute kennen gelernt, die kommen sogar ohne Geld aus, es lebe der Container. Ich selbst bevorzuge Reis, Kartoffeln und Gemüse aus dem Supermarkt. Dabei brauche ich nicht mehr als 10-30€ pro Woche, je nach dem welchen "Luxus"bedarf ich momentan habe. Die Erfahrung, die Viele machen, welche freiwillig ein gewisses Downsizing betreiben, besteht nunmal darin, dass sich ein (wenn auch meist nur vorübergehendes) Leben mit rudimentärem Standard einfach sehr sehr gut anfühlt: Es ist warm, das Meer lädt zum baden ein, die Menschen um einen sind freundlich und in Urlaubsstimmung, man teilt das Wenige was man hat. Gemeinschaftsgefühl und Verbundenheit wiegen mehr als jedes Hotelzimmer, sei es noch so luxuriös! Wir müssen immer schmunzeln, wenn wir auf dem Weg ins Dorf (zum Wasser holen und einkaufen) am teuren Hotel samt Golfanlage vorbeigehen.. Wir haben eine unvergleichbar schöne Zeit, und brauchen im Monat weniger Geld  als die Hotelgäste jeden Tag!

2 Kommentare:

  1. Ich gratuliere Dir zu deinem gewältem Lebensstil und wünsche Dir alles alles Gute!
    HDF

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  2. Hey vielen Dank, ich wünsch dir auch alles Gute, Hot_Dog_Friend.

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